Woher kommen die Zahlen auf meiner Stromrechnung?

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Welche Preismodelle für Energieverträge existieren, und welche Vor- und Nachteile haben sie? - •
Wann sollte ein Unternehmen welches Preismodell wählen? Und warum gibt es keine Standardlösung für alle? - •
Wie kann sich ein Unternehmen dauerhaft günstigere Preise zu sichern?
1. Der Marktplatz: Wo Angebot und Nachfrage den Energiepreis bestimmen
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Den Terminmarkt (langfristige Planung) - 2.
Den Spotmarkt (kurzfristiger Ausgleich)
2. Der Terminmarkt (Futures): Planungssicherheit für Unternehmen durch Weitblick
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Base: die konstante Grundlast über 24 Stunden - 2.
Peak : die erhöhte Nachfrage in den Kernarbeitszeiten, z. B. zwischen 8:00 und 20:00 Uhr

Blick in die Zukunft: Die Forward Curve zeigt, zu welchen Konditionen Sie sich schon heute Strommengen für kommende Quartale und Jahre an der Börse sichern können. Der Abstand zwischen Base (Grundlast) und Peak (Hauptlastzeit) verdeutlicht die kalkulierbaren Aufschläge für die Mittagsstunden. Im Winter ist Peak i.d.R teurer zu beschaffen als Base. Im Sommer dagegen dreht sich das Verhältnis aufgrund der Solarenergie. Insgesamt ist der Strompreis im Sommer signifikant niedriger als im Winter. Für die Jahre 2027 bis 2029 erwartet der Markt zur Zeit eher sinkende Preise
3. Der Spotmarkt: Einsparpotenziale durch flexible Beschaffung
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Day-Ahead steht für die Verhandlung des Strompreises für jede einzelne Stunde des morgigen Tages. - •
Intraday steht für extrem kurzfristig Verhandlungen – teilweise bis zu fünf Minuten vor der Lieferung. Wenn die Sonne stärker scheint als gedacht oder eine Maschine im Werk ausfällt, wird entsprechend nachjustiert.

Dynamik pur: Der Spotpreis-Verlauf des letzten Jahres offenbart die hohe Volatilität am kurzfristigen Markt. Während Preisspeaks ein Risiko darstellen, bieten Phasen mit niedrigen oder gar negativen Preisen enorme Einsparpotenziale für Unternehmen mit flexiblem Verbrauchsprofil. Diese Volatilität lässt sich nur vorteilhaft managen, wenn der Verbrauch flexibel ist und sich in die Zeiten günstiger Preise verschieben lässt.
4. Wie entsteht nun daraus Ihr tatsächlicher Strompreis?
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Bei einem Fixpreisvertrag übernimmt der Lieferant praktisch das gesamte Risiko. - •
Bei einem vollständig dynamischen Spot-Preis Vertrag trägt Ihr Unternehmen den Großteil des Preisrisikos. - •
Dazwischen gibt es ein breites Spektrum an hybriden Varianten .