Volatilität an Spotmärkten

Spotmarktprodukte sind nicht für jeden Kunden geeignet. Und an Tagen wie diesen gibt es so manches Mal ein böses erwachen.

Simon Zöller

Heute geht es richtig rund an den Spotmärkten: Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr liegen die reinen Strom-Energiepreise bei deutlich über 20 Cent pro Kilowattstunde. Für viele Unternehmen und Organisationen ist das schmerzhaft – insbesondere für diejenigen, die auf dauerhaft günstige Energie angewiesen sind.

In Gesprächen mit dem produzierenden Gewerbe und auch z.B. medizinischen Einrichtungen hören wir häufig folgenden Satz:

„Wir sind optimal aufgestellt, wir kaufen direkt an der Börse ein.“

Gemeint sind dabei häufig Tarife mit einem hohen Spotmarktanteil und Unternehmer haben sich diesen Satz nicht einfach so ausgedacht. Ihnen wurde genau das suggeriert. Was in den Gesprächen und Überlegungen jedoch häufig zu kurz kommt, ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Risiken und dem tatsächlichen Vorteil, die diese Beschaffungsform mit sich bringt.

Genau deshalb raten wir Unternehmen regelmäßig dazu, die bestehende Beschaffungsstrategie kritisch zu hinterfragen.

Spotmarktnahe Tarife: Chance und Risiko zugleich

Spotmarktnahe Modelle können sinnvoll sein – aber nicht für jeden und nicht ohne klare Strategie. Für ein Spotmarktprodukt spricht die Chance auf Preisvorteile, insbesondere bei vorhandener Verbrauchsflexibilität. Anhand der Lastverschiebung können günstige oder sogar negative Preise überproportional intensiv genutzt werden.

Was oft unterschätzt wird:

  1. 1.

    1) Hohe Kostenvolatilität von Monat zu Monat

  2. 2.

    2) Allgemein hohe Preisrisiken mit erheblichen Auswirkungen auf die jährlichen Energiekosten

  3. 3.

    3) Der finanzielle Vorteil von langfristigen Beschaffungsstrategien mit hoher Preisstabilität im Vergeich zu einem Spotmarktpreis.

Die entscheidende Frage ist: Welches Risiko bin ich grundsätzlich bereit einzugehen bei einem Thema, das ich eigentlich „abgehakt“ haben möchte und welche Kostenveränderung kann ich mir überhaupt leisten?

Der Markt hat sich verändert

  • Spotmarktpreise sind 2025 im Vergleich zu 2024 wieder gestiegen

  • Es kann daher sinnvoll sein, zumindest einen Teil des Energiebedarfs langfristig abzusichern

  • Entscheidungen aus 2022 passen möglicherweise nicht mehr zur heutigen Situation

  • Es ist richtig, dass eine langfristige Eindeckung auf einem Hochpreisniveau nicht zielführend ist. Aber: Wir befinden uns schon länger nicht mehr auf einem Hochpreisniveau

Energieeinkauf ist kein „Set-and-forget“-Thema. Es muss regelmäßig überprüft und an Markt und Unternehmensrealität angepasst werden.

Wie wir bei stromify vorgehen

  1. 1.

    Verstehen, wo unser Kunde heute steht: Wir schauen uns alle verfügbaren Daten dafür an. Verträge, Abrechnungen, Lastgänge, Kostenvoranschläge, etc.

  2. 2.

    Wir beraten unsere Kunden zu allen offenen Fragestellungen. Einkaufsstrategie, Erneuerbaren Ausbau, Speicherkapazitäten, Ladelösungen u.v.m.

  3. 3.

    Wir suchen gemäß der definierten und präferierten Parameter die richtigen Partner

  4. 4.

    Wir schaffen dauerhafte Transparenz zu Energieverbrauch und Produktion dank unserer Funktion als ESA

Lust auf Austausch?

Wenn ihr eure Beschaffungsstrategie überprüfen wollt oder euch fragt,ob Spotmarkt, Fixpreis oder ein hybrides Modell wirklich zu euch passt,meldet euch gerne für einen Austausch.

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