Warum Spotmarktprodukte nicht für jede Organisation geeignet sind

Kürzlich ging es richtig rund an den Spotmärkten. Das bedeutete für manches Unternehmen ein böses Erwachen.

Simon Zöller

Die Spotmärkte legten im Januar richtig los und die Energiepreise stiegen rasant an: An einem Tag lagen die reinen Strom-Energiepreise plötzlich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr bei deutlich über 20 Cent pro Kilowattstunde. Für viele Unternehmen und Organisationen war das schmerzhaft – insbesondere für diejenigen, die auf dauerhaft günstige Energie angewiesen sind.

In Gesprächen mit dem produzierenden Gewerbe und auch z.B. medizinischen Einrichtungen, die einen hohen Energiebedarf haben, hören wir häufig folgenden Satz:

„Wir sind optimal aufgestellt, wir kaufen direkt an der Börse ein.“

Gemeint sind dabei häufig Tarife mit einem hohen Spotmarktanteil. Und Unternehmer haben sich diesen Satz nicht einfach so ausgedacht. Ihnen wurde genau das von Energieexperten immer wieder suggeriert. Was in den Gesprächen und Überlegungen jedoch häufig zu kurz kommt, ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Risiken und dem tatsächlichen Vorteil, die diese Beschaffungsform mit sich bringt.

Genau deshalb raten wir Unternehmen dazu, die bestehende Beschaffungsstrategie regelmäßig kritisch zu hinterfragen.

Spotmarktnahe Tarife: Chance und Risiko zugleich

Spotmarktnahe Modelle können sinnvoll sein – aber nicht für jeden und schon gar nicht ohne klare Strategie. Für ein Spotmarktprodukt spricht die Chance auf Preisvorteile, insbesondere bei vorhandener Verbrauchsflexibilität. Anhand der Lastverschiebung können günstige oder sogar negative Preise überproportional intensiv genutzt werden.

Was bei sportmarktnahen Tarifen unterschätzt wird
  1. 1.

    Hohe Kostenvolatilität von Monat zu Monat

  2. 2.

    Allgemein hohe Preisrisiken mit erheblichen Auswirkungen auf die jährlichen Energiekosten

  3. 3.

    Der finanzielle Vorteil von langfristigen Beschaffungsstrategien mit hoher Preisstabilität im Vergleich zu einem Spotmarktpreis.

Die entscheidende Frage ist: Welches Risiko bin ich grundsätzlich bereit einzugehen bei einem Thema, das ich eigentlich „abgehakt“ haben möchte und welche Kostenveränderung kann ich mir überhaupt leisten?

Der Spotmarkt hat sich verändert

  • Spotmarktpreise sind 2025 im Vergleich zu 2024 wieder gestiegen

  • Es kann daher sinnvoll sein, zumindest einen Teil des Energiebedarfs langfristig abzusichern

  • Entscheidungen aus 2022 passen möglicherweise nicht mehr zur heutigen Situation

  • Es ist richtig, dass eine langfristige Eindeckung auf einem Hochpreisniveau nicht zielführend ist. Aber: Wir befinden uns schon länger nicht mehr auf einem Hochpreisniveau

Energieeinkauf ist kein „Set-and-forget“-Thema. Es muss regelmäßig überprüft und an die Markt- und Unternehmensrealität angepasst werden.

Wie dir stromify helfen kann, die Spotmarktpreise für dich zu nutzen - oder eben auch nicht

  1. 1.

    Verstehen, wo unser Kunde heute steht: Wir schauen uns alle verfügbaren Daten dafür an. Verträge, Abrechnungen, Lastgänge, Kostenvoranschläge, etc.

  2. 2.

    Wir beraten unsere Kunden zu allen offenen Fragestellungen. Einkaufsstrategie, erneuerbaren Ausbau, Speicherkapazitäten, Ladelösungen u.v.m.

  3. 3.

    Wir suchen gemäß der definierten und präferierten Parameter die richtigen Partner

  4. 4.

    Wir schaffen dauerhafte Transparenz zu Energieverbrauch und Produktion dank unserer Funktion als ESA

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Wenn ihr eure Beschaffungsstrategie überprüfen wollt oder euch fragt,ob Spotmarkt, Fixpreis oder ein hybrides Modell wirklich zu euch passt,meldet euch gerne für einen Austausch.

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